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Soziales • 5. März 2024

Gelungene Integration

Abdul Ghane AlJamal stammt aus Syrien. Im Jahr 2016 kam er nach Deutschland, seine Frau mit zwei Kindern folgte ihm ein Jahr später. Heute ist er 36 Jahre alt, spricht Deutsch und hat eine feste Arbeitsstelle. Drei Jahre lang arbeitete er bei unterschiedlichen Firmen und lernte in dieser Zeit auch Deutsch. 2019 fand der gelernte Bäcker seinen Traumjob bei „Purer Genuss“ in Ingelheim. Dort ist er für die Backstube zuständig und bereitet morgens auch die Frühstücke mit viel Geschick zu – wie seine Chefin anerkennend sagt.

Chefin Christine Jung ist von ihrem Mitarbeiter begeistert. „Er ist ein Top Mitarbeiter, den wir nicht missen wollen. Er ist immer da, wenn man ihn braucht und sehr hilfsbereit.“

Jamal arbeitete zunächst ein halbes Jahr als Aushilfe und ist jetzt auf einer vollen Stelle. Am liebsten backt er Vanillekipferl, Nussecken und Mamorkuchen. Er schätzt den Austausch mit seinen Kolleginnen und Kollegen.

Zwischenzeitlich ist die Familie auf vier Kinder angewachsen, die in Gau- Algesheim – wo die Familie wohnt – die Kindertagesstätte oder die Schule besuchen. Alle Kinder sprechen fließend Deutsch – Jamals Frau hat da noch Nachholbedarf, will sich aber nun – nachdem die Kinder aus dem Gröbsten sind – auch in Sprachkursen weiterbilden. Zwei seiner Brüder leben ebenfalls in Gau-Algesheim und arbeiten in Frankfurt. Die Eltern sind nach wie vor in Syrien, um den Vater machen sich alle Sorgen, da er gesundheitlich angeschlagen ist.

Jamals nächstes Ziel ist der Führerschein. Zurzeit nutzt er die Bahn, die für ihn von Gau-Algesheim nach Ingelheim eine ideale Anbindung darstellt.

Gefragt, was er an Deutschland schätzt, sagt er, dass es hier keinen Krieg gäbe. Die Menschen seien nett. Seine Hobbys sind Reisen in der Region und Malen. Die Jungen der Familie lieben Fußball und wollen bald in einem Verein spielen.

Das Beispiel von Jamal zeigt, dass Integration gelingen kann. Jamal und seine Familie haben in Deutschland eine zweite Heimat gefunden – und konnten so den Krieg hinter sich lassen.

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