Genussgarten in Bingen verbindet Landwirtschaft und regionale Entwicklung
Wie kann Landwirtschaft Menschen wieder näher zusammenbringen und zugleich neue Impulse für die regionale Entwicklung setzen? Dieser Frage gingen Landrat Thomas Barth und die Wirtschaftsförderung der Kreisverwaltung Mainz-Bingen bei einem Besuch im Genussgarten in Bingen nach. Bei einem Austausch mit den Betreibern Maike und Steffen Bischof informierten sie sich über die Entwicklung des Betriebs, zukünftige Pläne und die Bedeutung des Betriebs für regionale Wertschöpfung und Nachhaltigkeit.
Was einst als familiärer Gemüseanbau begann, entwickelt sich zunehmend zu einem besonderen Ort für Landwirtschaft, Natur, Bildung und Begegnung. Maike und Steffen Bischof stellten bei der Betriebsbesichtigung ihre Vision vor, Menschen Landwirtschaft wieder unmittelbar erleben zu lassen – mit allen Sinnen und im direkten Austausch mit der Natur.
„Der Genussgarten zeigt eindrucksvoll, wie aus einer innovativen Idee ein Projekt mit Strahlkraft für die gesamte Region entstehen kann. Hier werden regionale Wertschöpfung, nachhaltiges Wirtschaften und gesellschaftliches Miteinander auf besondere Weise miteinander verbunden. Solche Betriebe bereichern unseren Landkreis und schaffen Orte, an denen Menschen zusammenkommen, voneinander lernen und ihre Heimat neu entdecken können“, betonte Landrat Thomas Barth.
Der Genussgarten entstand ursprünglich als Zuhause für die Familie Bischof. In den vergangenen Jahren kamen ein Market Garden, Gemüsekisten-Angebote, Veranstaltungen sowie verschiedene Genuss- und Bildungsformate hinzu. Heute wächst daraus Schritt für Schritt eine zusammenhängende Erlebniswelt, die Besucherinnen und Besucher vor Ort und künftig auch digital entdecken können.
Ein zentrales Element der weiteren Entwicklung sind verschiedene Themengärten. Geplant sind unter anderem ein Tiny Forest, ein Schmetterlingsgarten, ein Obst- und Gemüsegarten, ein grünes Klassenzimmer sowie Duft- und Kräutergärten. Ergänzt werden diese durch Bereiche für Begegnung, Genuss und Naturerfahrung. Jeder Garten verfolgt dabei eigene Schwerpunkte – von Biodiversität und Umweltbildung über Ernährung und regionale Landwirtschaft bis hin zu Gemeinschaft und kulturellem Austausch.
Auch Unternehmen sollen künftig stärker eingebunden werden. Unter dem Titel „Natur. Kultur. Unternehmenskultur.“ entstehen Angebote, bei denen Teams den Garten als Lern- und Erlebnisraum nutzen. Gemeinsames Pflanzen, Ernten und Kochen fördern Zusammenarbeit, Verantwortung und Kommunikation. Zudem können Unternehmen künftig Themengärten gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden begleiten.
Auch Privatpersonen erhalten neue Beteiligungsmöglichkeiten: Der geplante Genussgarten Circle bietet Zugang zu Veranstaltungen, saisonalen Produkten und exklusiven Einblicken in die Entwicklung des Projekts.
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