Fibula, Stilus, Latrunculus -
Was uns Kleinfunde einer Römervilla über ihre einstigen Bewohner erzählen
Geschichte am Mittag – Kurzvortrag im Museum bei der Kaiserpfalz
Wer im Selztal bei Großwinternheim spazieren geht, erlebt eine typisch rheinhessische Landschaft: Weinreben und Obstbäume prägen das Bild. Doch wer genauer hinsieht, entdeckt Spuren einer fernen Vergangenheit: Bruchstücke von Ziegeln, Ansammlungen von Steinen. Hier stand vor fast 2000 Jahren eine große „Villa Rustica“, ein römisches Landgut. Zehn Jahre lang wurden durch Begehungen kleine und kleinste Funde gesammelt. Sie erzählen erstaunlich viel über die Menschen, die hier siedelten. Es sind persönliche Objekte, die das Leben greifbar machen: Fibeln, Armreifen, ein gläserner Spielstein, ein Stilus aus Bronze und sogar ein Schminktäfelchen aus schwarzem Marmor. All diese Zeugnisse sind wie ein Blick durch ein Schlüsselloch: Sie eröffnen Facetten des Alltags und erlauben uns, Charakter, Komfort und Nutzungsdauer dieser römischen Siedlung zu rekonstruieren.
Anke Karioth M.A., Vorstandsmitglied im Historischen Verein Ingelheim e.V. und André Madaus M.A., Mitarbeiter im Museum bei der Kaiserpfalz sowie der Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim, gewähren in ihrem Kurzvortrag am Donnerstag, 21. Mai 2026, um 14.30 Uhr, einen spannenden Einblick in die römische Siedlungsgeschichte der Region. Die Veranstaltung in der Vortragsreihe „Geschichte am Mittag“ findet im Museum statt und kostet 4 Euro Eintritt inklusive einer Tasse Kaffee und einer süßen Überraschung. Aufgrund der begrenzten Personenzahl ist eine telefonische Anmeldung bis 19. Mai im Museum unter 06132 714-701 erforderlich.
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