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Lokal • 15. April 2024

Feueralarm unterbricht Musikveranstaltung in der kING

Damit hatte wohl keiner gerechnet. Um 21.00 Uhr gingen die 12 Tenors in die wohlverdiente Pause – und verabschiedeten sich mit den Worten „The more you drink, the better we are“. Das Publikum in der restlos ausverkauften kING in Ingelheim ging gut gelaunt – nach einer herausragenden 1. Halbzeit – in die Pause.

Um 21.20 Uhr rief der Gong zum zweiten Mal die Fortsetzungsrunde aus. Plötzlich hören die Besucherinnen und Besucher, die zum größten Teil schon auf ihren Plätzen waren, eine Stimme aus dem Lautsprecher, der sie aufruft, die Halle unverzüglich zu verlassen - begleitet von einem Sirenenton, der auf Feueralarm hinweist. Viele der Gäste verharren wie angewurzelt zunächst auf ihren Plätzen – einige glauben an einen Spaß, den sich die 12 Tenors zu Beginn der zweiten Hälfte des Programms haben einfallen lassen.

Dann stehen die ersten Besucherinnen und Besucher auf, während die Stimme aus dem Lautsprecher wiederholt: „Verlassen Sie die Halle unverzüglich jedoch ohne Hektik. Helfen Sie behinderten Personen“. Da es immer wieder zu der Aufforderung kommt, sind jetzt alle auf dem Weg zu den Ausgängen und Notausgängen. Alle verhalten sich äußerst diszipliniert und gehen ohne Umwege auf die Türen zu, die weit geöffnet sind. Niemand benutzt den Aufzug.

In wenigen Minuten ist die Halle tatsächlich geleert. Viele Gäste verharren auf dem Fridtjof-Nansen-Platz, einige, die Plätze auf der Gallerie hatten, stehen oberhalb der Treppen.

Jetzt hört man die ersten Polizeiwagen – gefolgt von Rettungswagen - die sich mit Sirenen der kING nähern. Zwei Feuerwehrwagen folgen. Die Anwesenden diskutieren über die Ursache des Zwischenfalls. Einige glauben einen seltsamen Geruch wahrzunehmen. Eine Dame neben mir ist erschüttert – wir waren schon in New York, in London und in Wien – aber so etwas haben wir noch nicht erlebt. Unter einigen Gästen macht sich Unruhe breit, weil man Feuer in der Tiefgarage vermutet – und da parken nun einmal viele ihren PKW, die von weiter her angereist sind.

Ich versuche über Polizei und Feuerwehr zu erfahren, was die Ursache für den Alarm ist. Man berichtet mir, dass Feuerwehrleute das gesamte Gebäude überprüfen – mehr ist nicht zu erfahren. Inzwischen ist es 22.00 Uhr und einige Anwesende verlassen den Ort, weil sie nicht mehr an eine Fortsetzung der Veranstaltung glauben.

Um 22.10 Uhr öffnen sich die Türen und alle werden gebeten, wieder ihre Plätze einzunehmen. Die 12 Tenors erscheinen wieder auf der Bühne, ebenfalls überrascht über das gerade Erlebte. „Wenn man zusammen durch Noteingänge geht, ist man nicht allein“ – resümiert man und hat aus aktuellem Anlass das Programm umgestellt. „You never walk alone“, ist dann auch sinngemäß der nächste Song.

Als sich um 23.00 Uhr die 12 Tenors verabschieden, sind alle zufrieden und um ein Ereignis reicher. Lob gebührt an dieser Stelle allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Ikum, die mit großer Ruhe die Situation gemeistert haben. Aber auch den Gästen, die durch ihr umsichtiges Verhalten keine Gefahrensituation heraufbeschwört haben. Was die eigentliche Ursache des Feueralarms war, ist mir zum Zeitpunkt, als ich diesen Artikel schreibe, nicht klar. Die nächsten Tage werden wohl Klarheit bringen.

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