Afrikanische Schweinepest: Kreis beantwortet Fragenkataloge und informiert über die Homepage
Es dürfen zwischen Mainz-Laubenheim, Oppenheim und Guntersblum bis zum Herbst keine mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierten Wildschweine oder Kadaver mehr gefunden werden, dann hat der Antrag auf Rückstufung von Sperrzone 2 auf 1 eine Chance. Eine solche Rückstufung gab es bereits im Frühjahr für den Raum zwischen Bingen und Mainz.
Damit einher gehen dann bei positivem Bescheid Erleichterungen auch für die Region zwischen Nackenheim und Guntersblum. „Diese Sachlage ist klar und wurde von uns auch mehrfach kommuniziert“, sagte Landrat Thomas Barth. Unter anderem waren Veterinäramtsleiter Dr. Markus Wacker und der Beigeordnete Erwin Malkmus in einer Stadtratssitzung, führten viele Gespräche und ganz aktuell nahm das Veterinäramt des Landkreises vor der jüngsten Bürgerversammlung in Oppenheim zu diesem und vielen anderen Themen in einem langen Fragenkatalog der Stadt Stellung. Zusammengefasst hat der Landkreis diese Antworten auch auf der immer aktuellen ASP-Sonderseite auf seine Homepage.
„Die Stadt und auch eine Bürgerin, der wir ebenfalls einen umfangreichen Fragenkatalog beantwortet haben, waren also informiert“, reagierte Landrat Thomas Barth auf Presseberichte, in denen der Eindruck vermittelt wurde, der Kreis informiere nicht ausreichend. Dabei wurden unter anderem auch Links zu relevanten Interseiten des Landes, des Friedrich-Löffler-Instituts und verschiedener hessischer Landkreise eingefügt, über die interessierte Bürgerinnen und Bürger mehr über die wissenschaftlichen Grundlagen sowie die Lage in den Nachbarkreisen erfahren können.
Bezüglich der Zäune verweist der Landrat wiederholt auf die Zuständigkeit des Landes, dass die Zäune baut und finanziert, weshalb Fragen abschließend nur von dort beantwortet werden können. Zudem gibt es umfangreiche Abstimmungen mit verschiedenen Behörden, was unter anderem in einer Pressemitteilung vom Juni erläutert wurde. Da hieß es: „Ebenfalls bleiben müssen auch noch die Zäune, die das Land Rheinland-Pfalz nun nach und nach in feste Zäune umwandelt. Die Zäune sind nach Auffassung der Experten ein wesentlicher und entscheidender Faktor dafür, dass der Landkreis Mainz-Bingen bei der Seuchenbekämpfung sehr gut dasteht und die Rückstufung Realität werden könnte. Die beabsichtigte Zauntrasse wurde im Auftrag des Ministeriums zunächst durch ein Ingenieurbüro auf Machbarkeit, Naturschutz- und Umweltverträglichkeit geprüft, dann mit der oberen Naturschutzbehörde und dem Wasser- und Schifffahrtsamt planerisch abgestimmt.“
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