Zwischen Tradition und Innovation: Drucktechnik im Ingelheimer Kunstverein
In der Ausstellung „Experiment_Druck. Zeitgenössische Druckkunst zwischen Tradition und digitalen Medien“ zeigen fünf Künstlerinnen in der Zeit vom 28. Februar bis zum 29. März drucktechnische Arbeiten in den Räumlichkeiten des Ingelheimer Kunstvereins in der Bahnhofstraße 48. In der zeitgenössischen künstlerischen Druckgrafik werden die klassischen Techniken durch eine Vielzahl neuer Verfahren erweitert. Die ursprüngliche Bedeutung, Auflagen drucken zu können, ist zugunsten neuer Möglichkeiten für experimentelle, nicht reproduzierbare Druckverfahren in den Hintergrund getreten. So beschäftigen sich Rita Eller, Sandra Heinz, Ulrike Mangel, Ulrike von Quast und Usch Quednau mit der Ästhetik, welche die jeweilige Technik auszeichnet.
Rita Eller nutzt neben dem Linol- oder Holzschnitt auch den Materialdruck und die Monotypie. Die Schichtungen von Farben, Formen und Strukturen, die Vernetzung von verschiedenen Elementen und Fragmente lassen neue, vielschichtige Sinnzusammenhänge entstehen.
Sandra Heinz untersucht mit ihren Materialdrucken von Gebrauchstextilien graphische und kompositorische Möglichkeiten. Durch die Unmittelbarkeit der direkten Übertragung entstehen Unikatdrucke mit eigener stofflich-materieller Wirkung. Mit den Kleidungsstücken verbunden sind Erinnerungen und Anmutungen. Die Drucke konservieren einen Moment der Bewegung und ein Stück Zeit. Zeit.
Ulrike Mangel variiert in ihren farbkräftigen, meist seriell angelegten Druck-Collagen Formen und Farben. Linoldrucke werden durch Monotypien und Collage-Elemente erweitert – ein spielerischer, experimenteller Prozess. Transparenz, Verdichtung und Überlagerung prägen den Leitgedanken dieser Druckgrafiken.
Ulrike von Quast beschäftigt sich mit mehreren Drucktechniken auf unterschiedlichen Untergründen. Im Zentrum der künstlerischen Arbeit steht der Mensch, seine inneren Vorgänge und Befindlichkeiten. Aber auch die Natur als Grundlage unseres Lebens, ihre Fragilität und Schutzbedürftigkeit, ihre Vielfalt und Vielschichtigkeit wird thematisiert.
Usch Quednau kombiniert die klassische Cyanotypie mit Hochdrucken z.B. aus Polystyrol oder Naturmaterialien, die Bildinhalte hervorheben und ihnen eine zusätzliche Ebene verleihen. Wiederkehrende Motive in diesen vielschichtigen Drucken sind Natur- und Umweltschutzthemen.
Der Kunstverein lädt alle Interessierten herzlich zur Vernissage am 28. Februar um 19 Uhr und zu den Druckvorführungen am 15.03., 14.00 – 17.00 Uhr mit Usch Quednau und 29.03., 14.00 – 17.00 Uhr mit Ulrike Mangel und Rita Eller ein.
»Experiment_Druck. Zeitgenössische Druckkunst zwischen Tradition und digitalen Medien« Vom 28.02. bis 29.03.2026
Öffnungszeiten: Fr 16 bis 18 Uhr, Sa 10 bis 13 Uhr, So 14 bis 17 Uhr
Kunstverein Ingelheim e.V., Bahnhofstraße 48, 55218 Ingelheim, 1. Vorsitzender: Jens Jürgen Huber, http://https://www.kunstverein-ingelheim.de
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