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Lokal • 21. November 2024

Hochwasserschutz in Frei-Weinheim

Es ist der blanke Horror für alle, die am Wasser leben. Sei es an größeren Flüssen wie Rhein oder Mosel, oder kleineren wie der Ahr, die durch Starkregen zu tosenden, unbeherrschbaren Naturereignissen werden. Hochwasser bedeutet Gefahr für Mensch und Tier, aber auch Häuser und Infrastruktur werden durch das Wasser beschädigt und zerstört.

Die Menschen, die in Frei-Weinheim leben, kennen die Gefahren. Fast jedes Jahr einmal oder mehrere Male ist die Mole und sind Teile der Jungau und der angrenzenden Straßen vom Rheinwasser überflutet. Lediglich die zahlreichen Wasservögel scheinen sich immer wieder über das Nass zu freuen.

Im Juni 2024 war die GardenING, eine Pflanzen- und Gartenausstellung an der Jungau geplant. Wegen Hochwasser musste die gesamte Vorbereitung auf den Kopf gestellt werden und in kürzester Zeit neues Gelände gefunden werden.

Jetzt hat die Stadt ein Ingenieurbüro aus Neustadt – ipr Consult – beauftragt, Vorschläge zum Hochwasser- und Starkregenschutz zu erarbeiten. Menschen, die an der Nord- oder Ostsee leben, wissen, dass der Deichschutz höchste Priorität hat. Dort gibt es sogar sogenannte „Oberdeichrichter“. Auch das Ingenieurbüro hat sich die Deiche genau angeschaut. Diese müssen an einigen Stellen ausgebessert werden, eine fachgerechte Verdichtung ist Voraussetzung für den Deichschutz. Insgesamt wurde eine ganze Liste von Maßnahmenvorschlägen ausgearbeitet.

Schwierig wird es, wenn sich in Gebieten seltene Tiere und Pflanzen angesiedelt haben, die aus Gründen des Naturschutzes eine gesonderte Behandlung erfahren müssen. Dann müssen Hochwasserschutz und Naturschutz gegeneinander aufgewogen werden. Eine komplizierte Abwägung, die oftmals mit der Bereitstellung von Ausgleichsflächen verbunden ist.

Aber nicht nur die öffentliche Hand ist verpflichtet, vorbereitende Maßnahmen gegen Hochwasser und Starkregen zu treffen. Auch jeder Hauseigentümer ist gesetzlich verpflichtet, Absicherungen vorzunehmen. Dies betrifft tiefer gelegene Wohnbereiche genau so, wie Tiefgaragen. Eine fachgerechte Beratung ist sicherlich sinnvoll, denn jeder Einzelfall ist individuell zu beurteilen.

(Quelle: Allgemeine Zeitung vom 21. November 2024)

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