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Kultur • 10. Juni 2024

Gelungene Premiere von GardenING

Rund 4.000 Besucherinnen und Besucher bei erster Gartenverkaufsausstellung in Ingelheim

Eine gelungene Premiere feierte die Gartenmesse GardenING, die die Ingelheimer Kultur und Marketing GmbH (IkUM) am 8. und 9. Juni erstmals in Ingelheim ausrichtete. Rund 4.000 Besucherinnen und Besucher strömten an den beiden Tagen auf das Gelände. Wegen des Hochwassers am Rheinufer hatte die Veranstaltung kurzfristig von der Jungau auf die Grünfläche an der Neisser Straße umziehen müssen. Eine logistische Herausforderung, die das Team der IkUM mit Bravour meisterte. Innerhalb weniger Tage wurde ein Alternativkonzept gestrickt und erfolgreich umgesetzt. Inmitten der naturbelassenen Blühwiese wurden Pfade gemäht und Pagodenzelte aufgebaut.

Bereits bei Eröffnung des Veranstaltungsgeländes am Samstag war der Andrang groß und die Gäste warteten auf den Einlass. Auf dem Gelände angelangt, stöberten die Besucher durch die Stände der rund 50 Ausstellerinnen und Aussteller, die ein breites Spektrum an blühenden Pflanzen, Wildkräutern, Obstbäumen, Gartendekoration und -mobiliar und vielem mehr präsentierten. Eine Freundesgruppe aus Ingelheim freute sich über die vielen auswärtigen Aussteller. „Es ist toll, was für eine Vielfalt an Produkten, Pflanzen und Themen angeboten wird. Wir finden die Veranstaltung sehr, sehr schön und gelungen.“

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Auf großes Interesse stießen die Fachvorträge und Workshops, die auf der Bühne und an verschiedenen Ständen stattfanden. Die Gartenprofis widmeten sich ganz unterschiedlichen Themen, von der Anlage von Dach- oder Balkongärten – passend zum Veranstaltungsmotto „Urban Gardening“ – über bienenfreundliche Pflanzen bis zur Pflege von Feigenbäumen. Es gab reichlich Information, Inspiration und wertvolle Tipps für die Gartengestaltung.

Gebannt verfolgte das Publikum die Präsentation von Heike Boomgarden auf der Bühne. Die TV-Gartenexpertin erklärte, wie man etwas für das Klima tun kann. „Wenn jeder in seinem Garten klimagerecht arbeitet, haben wir unheimlich viel Fläche“, betonte sie. Dieses Potenzial gelte es zu nutzen. Welche Möglichkeiten es für Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner gibt, dazu gab es zahlreiche praktische Tipps. Die anschließenden Fragen aus dem Publikum wurden von Heike Boomgarden, zugleich Kuratorin von GardenING, fachkundig beantwortet. Unter den Besuchern waren auch viele Boomgarden-Fans, die sie aus TV-Sendungen wie „grünzeug“, „Kaffee oder Tee“ oder „ARD-Buffet“ kennen.

Für die kleinen Gäste hatte die Kinder- und Jugendfarm ein Mitmachangebot auf die Beine gestellt. Unter anderem konnten Vogelhäuschen gebastelt werden. „Gar nicht so einfach“, stellte eine Neunjährige fest, die das Bauprojekt in Angriff nahm. Unter fachkundiger Anleitung wurde eifrig getüftelt und gehämmert. Am Ende war die Schülerin mit ihrer Arbeit zufrieden und konnte ein schickes Vogelhäuschen mit nach Hause nehmen. Akribie und Geduld waren auch beim „Repaircafé“ des Mehrgenerationenhauses gefragt. In der mobilen Reparaturwerkstatt hatte unter anderem Andreas Möritz Dienst. Der ehrenamtliche Tüftler brachte streikende Gartengeräte wieder in die Spur - darunter einen Hochentaster, der keinen Mucks mehr tat. Schritt für Schritt zerlegte er das Gerät und suchte geduldig nach der Fehlerquelle. Zur Freude der Kundschaft lief das Gartengerät nach einer guten Stunde wieder einwandfrei. „Ein toller Service“, lobte die Familie aus Wiesbaden.

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Expertenwissen gefragt war auch an den Pflanzen- und Gartenständen. Ein Ehepaar aus dem Westerwald informierte sich über heimische Wildkräuter für den eigenen Garten. „Das Angebot ist sehr vielseitig, und man wird gut beraten,“ freuten sich die beiden, während sie diverse Kräutertöpfe in einem großen Korb verstauten. Ein kleines Obst- und ein Feigenbäumchen hatten sie bereits im Gepäck.

Begeistert von GardenING war eine Besucherin aus Jugenheim. „Mir gefällt, dass es viele Stände mit heimischen Pflanzen und Wildpflanzen gibt.“ Und sie hatte auch noch einen Wunsch fürs nächste Mal: „Ein Anbieter mit rattensicheren Kompostierbehältern wäre toll.“

„Ich finde es super, dass es so etwas jetzt auch in Ingelheim gibt“, meinte eine junge Frau aus Frei-Weinheim. Eigentlich hatte sie sich auf die Veranstaltung am Rheinufer gefreut, aber der Alternativstandort gefalle ihr richtig gut. „Hauptsache, die Messe kann stattfinden“, meinte sie.

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Eine gute Lösung, das fand auch Eveline Breyer. „Der Standort hier ist eine super Alternative - mit viel Natur ringsherum“, betonte die Kulturdezernentin und IkUM-Aufsichtsratsvorsitzende. „Zum Thema Garten, Natur und Ökologie passt es perfekt.“

Am Ende der GardenING-Premiere konnte von Simone Ranzenberger, Projektleiterin der IkUM, eine durchweg positive Bilanz gezogen werden. Im nächsten Jahr soll es wieder ein GardenING geben - dann hoffentlich ohne Hochwasserproblematik am ursprünglich geplanten Standort am Rheinufer.

Die Veranstaltung wurde von der Rheinhessischen Energie- und Wasserversorgungs-GmbH sowie der Sparkasse Rhein-Nahe unterstützt.

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