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Lokal • 7. Januar 2024

Die Heiligen Drei Könige in Ingelheim

Am 6. Januar war es wieder soweit. Die Sternsinger zogen traditionell von Haus zu Haus, um anlässlich der Geburt des Jesuskindes den Segen Gottes in die Welt zu tragen. Dabei brachten die Kinder die Segensformel C+M+B „Christus mansionem benedicat“ (Gott schütze dieses Haus) an oder über den Haustüren an. Dieses Jahr sammeln die Kinder für die bedrohte Natur im Amazonasgebiet – gemeinsam für unsere Erde.

Die Kinder verkleiden sich als die Heiligen Drei Könige, Kaspar, Melchior und Balthasar, trugen Kronen als Zeichen ihrer Würde und wurden von Sternen geleitet. (Stern von Bethlehem).

Doch was verbirgt sich wirklich hinter der Geschichte? Fakt ist, dass die Bibel nicht von den Heiligen Drei Königen spricht. Das Matthäus- Evangelium überliefert, dass Weise oder Sterndeuter aus dem Morgenland kamen, um das Jesuskind anzubeten. Heilige waren sie auch nicht – sie wurden nie heilig gesprochen. Sie brachten drei Geschenke mit.

In Ingelheim erinnert das Marienfenster in der Burgkirche aus dem Jahre 1406 an die Heiligen Drei Könige. Im unteren Abschnitt des Fensters findet sich Maria und das Jesuskind im Zentrum. Maria trägt ein güldenes Gewand. Drei Könige dieser Welt überbringen Reichtümer. Sie stehen dabei stellvertretend für die Welt (Asien, Afrika und Europa) und repräsentieren die Jugend, das mittlere Lebensalter und das Alter.

Der Älteste überbringt einen mit Gold gefüllten Kelch, der Dunkelhäutige trägt ein Gefäß mit Myrrhe, der dritte trägt ein Gefäß mit Weihrauch. In einigen Ländern ist das Dreikönigsfest gesetzlicher Feiertag. In Deutschland in Bayern und Baden-Württemberg, aber auch in der Schweiz, Österreich, Spanien, Schweden und Griechenland. In Spanien erhalten die Kinder ihre Geschenke am 6. Januar von den Reyes Magos, den Heiligen Drei Königen. Traditionell enden die Weihnachtsferien hier in Rheinland-Pfalz nach dem 6. Januar, der dann auch die Weihnachtszeit formell abschließt.

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