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Umweltschutz • 14. August 2023

Guck mal da! Der Gartenschläfer

Für viele fliegende, krabbelnde oder schwimmende Tierarten bietet der Landkreis Mainz-Bingen den idealen Lebensraum. Wer genau hinsieht, begegnet vielen von ihnen beim täglichen Spaziergang. Bei anderen muss man schon ein wenig genauer hinschauen. So zum Beispiel beim Gartenschläfer.

Das Wildtier des Jahres 2023: Der Gartenschläfer, nicht zu verwechseln mit dem Siebenschläfer, zählt zu den Säugetieren und lebt vor allem in Wäldern, Weinbergen, Gärten und Streuobstwiesen. So hat er einen schönen und friedlichen Lebensraum im Landkreis Mainz-Bingen gefunden. Denn neben einigen Weinbergen bietet der Landkreis auch viele Wiesen und Gärten zum Leben. Dort sucht er Unterschlupf in Baumhöhlen, Felsspalten und anderen Verstecken. Durch seine auffällige schwarze Kopfzeichnung und sein rotbraun-grau gefärbtes Fell ist er ein wahrer Profi in Sachen Tarnung. Seine löffelartigen großen Ohren erlauben ihm außerdem ausgezeichnet zu hören. Demzufolge nimmt er seine Feinde, wie beispielsweise Käuze, Eulen, Marder und Füchse frühzeitig wahr.

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Sein Körper kann bis zu 17 Zentimetern und sein Schwanz bis zu 14 Zentimetern lang werden. Insoweit schwankt sein Gewicht zwischen 60 und 90 Gramm. Im Winter kann er sogar über 130 Gramm wiegen. Auf seinem Speiseplan steht alles, denn der Gartenschläfer ist ein sogenannter Allesfresser. Seine Leibspeisen sind: Insekten, Würmer, Schnecken, Früchte und vieles mehr. Diese werden besonders nachts gefressen. Denn der kleine Nager ist fast ausschließlich nachtaktiv. Bei der Nahrungssuche helfen ihm sein Geschick und seine kräftigen Gliedmaßen die Hecken, Sträucher, Bäume und sogar Hausfassaden hochzuklettern.

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Damit der kleine Waldbewohner den Winter überleben kann, frisst er ausgesprochen viel. Somit baut er sich eine Fettschicht als Vorrat und Isolation auf. Nun ist er bereit für den Winterschlaf.

Im Frühjahr beginnt dann die Paarungszeit. Die Weibchen signalisieren ihre Paarungsbereitschaft durch ein lautes Pfeifen und locken damit die Männchen an. Die Männchen dagegen werben um das Weibchen lautstark mit einem großen Repertoire an Lauten.

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Trotz der Vielseitigkeit des Nagers, fehlt ihm immer mehr Lebensraum. Dadurch sind die Gartenschläfer leider vielerorts ausgestorben oder vom Aussterben bedroht.

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