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Mobilität • 27. Juni 2023

Mit dem Deutschlandticket unterwegs

Schon jetzt – fast zwei Monate nach der Einführung am 1. Mai 2023 wird das Deutschlandticket als großer Erfolg gefeiert. Für 49 Euro im Monat kann man im öffentlichen Personennahverkehr deutschlandweit unterwegs sein. Elf Millionen Kundinnen und Kunden haben das Ticket bereits erworben – knapp eine Million davon sind Neueinsteiger, die zuvor noch nicht mit dem ÖPNV unterwegs waren.

Die Idee dahinter ist offensichtlich, denn es gibt viele gute Gründe das Auto stehen zu lassen und auf Busse und Bahn umzusteigen. Da sind zum einen der Klimaschutz und zum anderen die Entlastung unserer übervollen Straßen und Parkplätze.

Das 49 Euro Ticket ist die Nachfolge des ebenso erfolgreichen 9 Euro Tickets vom vergangenen Sommer. Für den Verbraucher ist der Kauf über eine App möglich. Für eine Übergangszeit gibt es auch Fahrscheine. Langfristig soll es nach Vorstellung des Bundesverkehrsministeriums nur noch eine digitale Erwerbsmöglichkeit geben.

Die Kosten von drei Milliarden Euro jährlich teilen sich Bund und Länder. Daher ist auch offen, ob es längerfristig bei dem Preis von 49 Euro bleiben wird. Das Ticket ist nur im Abonnement erhältlich, das heißt, wer das Deutschlandticket nur einen Monat in Anspruch nehmen will, der muss bis zum 10. eines Monats kündigen. Am Fahrkartenautomaten kann man das Ticket nicht erwerben, was vom Fahrgastverband Pro Bahn als Nachteil gesehen wird.

Und wie läuft es in Ingelheim? Mit dem Fairtiq, das kostenlose Fahrten mit dem Bus im Ingelheimer Stadtgebiet in den Abendstunden und am Wochenende seit über einem Jahr möglich macht, hatte Ingelheim schon früh die Nase vorn. Anlässlich des Rotweinfestes konnte man sogar eine Woche kostenlos fahren. Jetzt kann man natürlich auch mit dem Deutschlandticket in Ingelheim fahren.

Für uns als Ingelheimer ist die Bahn quasi vor der Haustür. Da bietet es sich natürlich an, nach Mainz, Frankfurt oder Koblenz, Köln mit dem Zug zu fahren. Zumal die Verbindungen wirklich gut sind, und man schnell von A nach B kommt. Auch hier bringt das Deutschlandticket Vergünstigungen. Anders sieht das auf dem Land aus. Hier sind die Menschen oftmals auf das Auto angewiesen, weil es nur wenige oder manchmal auch gar keine Bus-Verbindungen gibt. Von einem Bahnanschluss ganz zu schweigen.

Deshalb – wenn das Deutschlandticket für uns alle von Vorteil sein soll, dann müssen sich die Verantwortlichen auch dringend Gedanken über den Anschluss der ländlichen Räume machen. Auf halbem Weg sollte man nicht stehen bleiben – jetzt wo wirklich ein guter Anfang gelungen ist.

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