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Ort: Tierhelfer Ingelheim freuen sich über jede Unterstützung
Soziales • 7. Februar 2023

Tierhelfer Ingelheim freuen sich über jede Unterstützung

„Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses Tier“. (Tierhelfer Echo, Ausgabe 02/2023)

Alexandra Blau, Tierheimleiterin und Tierarzthelferin, sowie Thomas Geyer, stellvertretender Leiter und Hundetrainer, berichten über Herausforderungen, Probleme und Wünsche der Tierhelfer Ingelheim. Aktuell beherbergt das Tierheim Hunde, Katzen, Vögel und Kleintiere. Von den 20 Hunden sind 2 auf Probe im Tierheim und 3 auf einer Pflegestelle bei Privatpersonen. Der Zustand der Tiere, die im Tierheim abgegeben werden, ist äußerlich in der Regel in Ordnung, aber viele Tiere sind verhaltensauffällig oder krank. Gründe, weshalb Besitzer ihre Tiere abgeben, sind vielfältig. Einige können sich die Haltung finanziell nicht mehr leisten, andere haben sich schlichtweg überfordert und jetzt – in der Nach-Corona-Zeit – keine Möglichkeit mehr, sich den Tieren zu widmen. Auch wenn Kinder geboren werden, ist oftmals kein Platz mehr für Hund oder Katze. Neben den Hunden werden im Moment 15 Katzen und 16 Kleintiere versorgt.

Pro Jahr haben die Tierhelfer Kosten in Höhe von ca. Euro 85.000 allein für die tierärztliche Versorgung. Und die Kosten steigen weiter, seit die neue Gebührenordnung für Tierärzte im November 2022 in Kraft getreten ist. Auch Energie-, Strom- und Gaskosten schlagen vermehrt zu Buche. „Ohne die vielen Sach- und Geldspenden kämen wir nicht über die Runden“, sagt Thomas Geyer.

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Das Tierheim ist für die Bereiche der Stadt Ingelheim, die Verbandsgemeinde Gau-Algesheim und Budenheim zuständig. Alle Gebietskörperschaften unterstützen die Tierhelfer, insbesondere seit die Fundtierpauschale pro Einwohner auf Euro 1,50 angehoben wurde. Der Verein der Tierhelfer Ingelheim e.V. hat ca. 800 Mitglieder. Der Mitgliedsbeitrag pro Jahr kostet Euro 30,-- für Erwachsene, für Jugendliche Euro 15,--.

Personell arbeiten im Tierheim 6 Festangestellte inklusiv einer Auszubildenden, 3 Personen arbeiten im Rahmen des Bundesfreiwilligenjahres. 70 – 80 Personen sind aktive Ehrenamtliche. Nach Wünschen für die Zukunft des Tierheimes befragt, sagt Thomas Geyer, dass er hoffe, dass die gute Unterstützung zum Wohle der Tiere anhalte.

Gleichzeitig drückt er seinen Dank für die gute Unterstützung aus.

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Alexandra Blau hofft, dass es weiter gelingen möge, die Arbeit des Tierheims transparent zu machen. „Jedes Tier hat eine Geschichte“. Außerdem gibt es eine soziale Komponente für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Menschen aus dem „Betreuten Wohnen“ aus Mainz kommen nach Ingelheim um mit oder ohne Betreuer im Rahmen einer tiergestützten Therapie wieder Kraft und Hoffnung zu finden.

Wichtig ist für Blau und Geyer die Tatsache, dass das Tierheim auch für Wildtiere zuständig ist. „Das kann schon einmal bedeuten, dass ein Eichhörnchen alle zwei 2 Stunden nachts gefüttert werden muss. Und wenn wir mehrere Eichhörnchen haben, ist dies ein Nacht füllendes Arbeiten“.

Wer als Schülerin oder Schüler ab 16 Jahren ein Schülerpraktikum bei den Tierhelfern machen will, kann sich bewerben. „In der Vergangenheit haben sich Teilnehmer aus allen Schultypen beworben, so Alexandra Blau.

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