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Sport • 3. Juni 2026

Frauenfußballerinnen des FFV Ingelheim 2025 gewinnen den Rheinhessenpokal!

Alzey. Am vergangenen Sonntag krönten die Fußballerinnen des FFV Ingelheim 2025 ihre überragende Saison, mit einem 5:1-Sieg im Finale des Rheinhessenpokals gegen den 1. FC Nackenheim. Damit ist das Double aus Meisterschaft und Pokal perfekt und gemeinsam mit der gewonnenen Bezirksliga-Meisterschaft der zweiten Mannschaft des FFV, stehen am Ende sogar drei Titel nach der Premierensaison des 2025 gegründeten Vereins zu buche.

Das sonntägliche Pokalendspiel gestaltete sich allerdings zunächst nicht so leicht, wie man es, nach den beiden mit 6:0 und 10:0 gewonnenen Ligaspielen, gegen den 1. FC Nackenheim hätte erwarten können. Zwar waren die Ingelheimer Kickerinnen von Beginn an dominant und hätten bereits früh, durch Michelle Baumann, die nach einer scharfen Ecke von Julia Welsch den Ball sehr knapp über die Latte drückte, in Führung gehen können (2.), aber das Kombinationsspiel lief nicht so flüssig und die FFV-Spielerinnen bewegten sich zu wenig, um das von Nackenheim gut verdichtete Zentrum zu knacken. So war es auch ein langer Ball von Diana Kraus auf Stürmerin Annabel Rink, der die 1:0-Führung brachte. Rink erwischte die Kugel vor der herausstürmenden FC-Torhüterin Selina Schneider, drehte sich um diese und schoss dann überlegt aus 17 Metern zum 1:0 ins Tor (8.). FFV-Spielführerin Finja Rauprich war, wie alle Anderen, mit dem Start, aber nicht mit dem Rest der ersten Hälfte zufrieden. Sie sagte: „Wir sind ganz gut ins Spiel gekommen und schnell durch ein schönes Tor von Annabel, nach einem langen Pass von Diana, in Führung gegangen. Leider haben wir dann kein Tempo mehr ins Spiel bekommen und waren nicht laufbereit genug, so dass wir mit viel zu vielen langen Bällen, die von Nackenheim leicht zu verteidigen waren, gespielt haben.“

Die Partie blieb nämlich nach der 1:0-Führung chancenarm und es gelang den Favoritinnen aus Ingelheim nicht, sich sauber durchzukombinieren. Viele lange Bälle und Ballverluste waren die Folge. So auch beim Nackenheimer Konter zum Ausgleich. Kraus spielte einen etwas unsauberen Pass auf FFV-Sechserin Marie Assel, die sich in Höhe der Mittellinie, anstatt das Spielgerät wieder auf Kraus klatschen zu lassen, in zwei Gegnerinnen drehte und den Ball verlor. Es folgte ein Pass nach rechts, auf die schnelle FCN-Außenspielerin Carla Lang, die allen enteilte und überlegt zum 1:1 in die lange Ecke einschob (32.). Dies war gleichzeitig der verdiente Pausenstand.

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Das FFV-Trainerteam Ralf Assel und Björn Peters reagierte in der Pause mit drei Auswechslungen und der Vorgabe an die Mannschaft, sich im zweiten Durchgang mehr zu bewegen und sauberer im Passspiel zu werden. Diese Maßnahmen zeigten sofort Wirkung. Die eingewechselten Anna Justen, Angelia Drewicke und Mika Müller-Haeseler brachten frischen Schwung und das Team agierte konzentrierter und engagierter. Das sah auch Rauprich so. Sie erklärte: „Nach der Pause sind wir durch die sinnvollen Auswechslungen, mehr Laufbereitschaft und viel besseres Passspiel deutlich stärker geworden. Vor allem Anna hat frischen Wind gebracht, und uns alle mitgerissen, so dass wir zu unserem gewohnten Kombinationsspiel kamen und tolle Tore herausgespielt haben.“ Innerhalb von sieben Minuten wurde die Partie auf 4:1 gestellt und damit entschieden. Zunächst eroberte Drewicke am eigenen Sechzehner den Ball, der dann über Julia Welsch, Marie Assel und Lilly Rühlmann, bei der sehr starken Justen landete. Justen zog an ihrer Gegenspielerin vorbei nach innen und steckte präzise auf die gestartete Rink durch. Diese legte quer zur mitgelaufenen Welsch, die den Ball überlegt zum 2:1 einschob (48.). Nur kurz darauf fing Müller-Haeseler einen Nackenheimer Einwurf, noch in der gegnerischen Hälfte, ab und spielte sofort zur im Zentrum völlig freien Justen weiter. Die zog mit Tempo an drei Gegnerinnen vorbei in den Strafraum und scheiterte mit ihrem Schuss an FC-Torhüterin Schneider, die den Ball allerdings nicht festhalten konnte. Die mitgelaufene Rühlmann schob den Abpraller zum 3:1 ins Tor (50.).

Die Ingelheimerinnen blieben nun auf dem Gaspedal und entschieden schon mit der nächsten Offensivaktion die Partie endgültig. Justen fing links in höhe der Mittellinie einen Nackenheimer Freistoß ab und verlagerte über Assel zu Müller-Haeseler. Diese passt auf die entgegenkommende Welsch, die direkt auf die mittlerweile nachgerückte Assel prallen ließ. Assel nahm die Kugel kurz an und legte dann auf die halblinks am Strafraum lauernde Rink, die mit einem Kontakt schräg durch die Schnittstelle nach halbrechts auf die in den Strafraum gestartet Rühlmann steckte. Die jüngste im Team blieb cool und schob direkt zum entscheidenden 4:1 in die lange Ecke ein (52.).

In der Folge kontrollierte der FFV Ingelheim die Partie und erspielte sich regelmäßig gute Torabschlüsse. Einen dieser Abschlüsse veredelte die starke Rink zum 5:1-Endstand und damit ihrem vierten Scorerpunkt der Partie (2 Tore und 2 Vorlagen). Insgesamt haben die Spielerinnen des FFV Ingelheim nach einer etwas schwächeren ersten Hälfte die richtige Reaktion gezeigt und sich mit einer sehr starke zweiten Halbzeit und teils sehenswerten Kombinationen den Pokalsieg verdient und so das i-Tüpfelchen auf die super Runde gesetzt.

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Rauprich kann als Spielführerin auf eine tolle Saison zurückblicken und freut sich schon auf die Verbandsliga. Sie sagte: „Ich bin sehr stolz, dass wir in dieser Saison nie nachgelassen haben und jedes Spiel mit dem nötigen Ernst angegangen sind. Wir sind als Team noch besser zusammengewachsen, was uns sicherlich in der Verbandsliga helfen wird.“ Auch ein weiterer Punkt stimmt die Spielführerin für die nächste Saison positiv. Sie erklärte: „Ich habe mich auch sehr über die vielen Neuzugänge, die im Saisonverlauf und auch jetzt für die neue Saison zu uns kamen, gefreut. Die Spielerinnen sind eine große Unterstützung und ich freue mich schon jetzt darauf, nach der Sommerpause, mit mit dieser tollen Mannschaft ein neues Kapitel zu beginnen.“

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