Integration braucht Vernetzung: Förderprogramm KIM seit einem halben Jahr im Landkreis
Wie entwickelt sich Integration vor Ort – und wo braucht es neue Impulse?
Der Landkreis Mainz-Bingen setzt hier vor allem auf stärkere Vernetzung, bessere Koordination und eine gezielte Weiterentwicklung seiner Integrationsstrukturen. Beim Halbzeitgespräch zum Förderprogramm „Kommunales Integrationsmanagement Rheinland-Pfalz“ (KIM) erläuterten die Kreisbeigeordnete Almut Schultheiß-Lehn, Janine Göthling und Linda Blessing vom Integrationsbüro sowie die Abteilungs- und Fachbereichsleitung für soziale Sonderaufgaben den Vertreterinnen des Integrationsministeriums und des Instituts für Sozialpädagogische Forschung Mainz (ism) das Vorgehen.
Demnach liegt ein besonderer Schwerpunkt aktuell auf der beruflichen und gesellschaftlichen Teilhabe zugewanderter Frauen. Hier baut der Landkreis gezielt niedrigschwellige Austausch- und Vernetzungsangebote in den Verbandsgemeinden aus und erleichtert den Zugang zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten.
Gleichzeitig benannten die Beteiligten offen die Herausforderungen: Unterschiedliche Zuständigkeiten, vielfältige Bedarfe vor Ort und die langfristige Ansprache bestimmter Zielgruppen erschweren die tägliche Arbeit. Auch die Frage, wie sich erfolgreiche Strukturen dauerhaft sichern und flexibel an lokale Anforderungen anpassen lassen, spielte eine zentrale Rolle im Gespräch. Kreisbeigeordnete Almut Schultheiß-Lehn unterstrich die Bedeutung dieses Dialogs: „Gerade in der Integrationsarbeit ist es entscheidend, dass kommunale Erfahrungen frühzeitig in die Weiterentwicklung von Förderstrukturen einfließen. Der direkte Austausch schafft dafür eine wichtige Grundlage.“
Das Förderprogramm KIM unterstützt Kommunen in Rheinland-Pfalz dabei, Integration strategisch zu steuern und vor Ort passgenaue Strukturen aufzubauen. Der Landkreis Mainz-Bingen nutzt diese Unterstützung, um seine Integrationsarbeit kontinuierlich weiterzuentwickeln und an aktuelle gesellschaftliche Anforderungen anzupassen.
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