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Lokal • 10. März 2026

Führung: Die Entwicklung der Neuen Mitte

Er hatte es schon immer gewusst – Ingelheim hat Lebensqualität. Die Rede ist von Kaiser Karl dem Großen. Er hatte sich nicht ohne Grund hier eine Pfalz errichten lassen als bevorzugtem Aufenthaltsort des gezwun-genermaßen stets auf Reisen durch sein Reich befindlichen Herrschers. Amtliche Dokumente pflegte er in stilisierter Form zu kennzeichnen. Eine Abwandlung dieser Signatur prangt heute an der Fassade des Hotels „Kaiser Karl“ in Ingelheims Stadtzentrum. Bis zu einem echten Stadt-zentrum war es allerdings ein weiter Weg.

Erst am 1. April 1939 entstand durch Zusammenschluss von Frei-Weinheim, Nieder-Ingelheim und Ober-Ingelheim die Stadt Ingelheim. Sie sollte ein Stadtzentrum am Zusammentreffen von Bahnhofstraße und Binger Straße bekommen. Doch erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs besann man sich wieder dieser Idee. Sukzessive kam es zu baulicher Umsetzung mit Projekten wie „Neues Rathaus“, „Marktzentrum“ und später noch der Veranstaltungshalle „kING“. Nachdem das ehemalige Firmengelände von Maehler & Kaege für weitere Maßnahmen zur Verfügung gestanden hatte, war auch die Expansion zu einem echten Stadtzentrum mit Projekten wie „Neue Mitte“ sowie „Friedrich-Ebert-Platz“ und „Sebastian-Münster-Platz“gelungen.

Es gibt viel zu erkunden in diesem pulsierenden Bereich der Rotweinstadt, der sich so rasant verändert hat. Und es gibt ebenso viel zu erzählen über diese spannende Phase der Stadtgeschichte. Mehr über diesen Wandel von innerstädtischer Industrie zum „Filetstück“ mit reichem Angebot an Kultur, Shopping und Gastronomie können Alteingesessene und Neubürger bei einer Führung erfahren. Sie dauert etwa 1,5 Stunden und ist auch für Mobilitätseingeschränkte geeignet. Startpunkt ist vor der „kING“. Die Kosten der Führung betragen € 8,00 pro Person. Gästeführerin Helga Lerch bietet die nächste Führung am 29. März 2026 ab 15:00 Uhr an.

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Sie hat dann auch Bilder dabei, die zeigen, wie das Areal früher einmal ausgesehen hat – als es dort zum Beispiel noch einen „Milchpilz“ gab oder das Hotel „Erholung“ oder die alte Post …

Wer Lust hat, sich auf diese Erkundung zu begeben, kann sich anmelden bei HelgaLerch@gmail.com oder telefonisch unter 06132/86065. Aber auch ohne Anmeldung sind Kurzentschlossene willkommen.

Und Kaiser Karl? Der wäre sicher hoch erfreut über die Entwicklung, die sein Ingelheim genommen hat – und hätte in der „kING“ vielleicht sogar eine Alternative zu seiner „aula regia“ gesehen …

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