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Kultur • 25. Mai 2024

Nathalie Hoyer & Axel Grote Quartett im Winzerkeller Ingelheim

Am 24. Mai trafen sich viele aus Nah und Fern im Winzerkeller Ingelheim um Axel Grote und sein Team auf einer virtuellen und musikalischen Reise nach Rio de Janeiro zu begleiten. Bereits im letzten Jahr war das Quartett mit einer kubanischen Reise in Ingelheim und auch dieses Mal waren alle Plätze besetzt.

Nathalie Hoyer, die für literarische Texte und Gesang verantwortlich zeichnete, versprach ein „sonniges Programm“, das die Vielseitigkeit der brasilianischen Musik zum Ausdruck bringen würde. Und so überraschte es auch nicht, dass die vier Musiker mehrere Instrumente beherrschten – „es braucht Multitalente“ wie Axel Grote es formulierte. Axel Grote selbst überzeugte mit Saxophon und Querflöte, Sebastian Kling brillierte am Flügel und Akkordion, Florian Werther (Bass) verstand es zusammen mit Axel Pape (Schlagzeug) das brasilianische Lebensgefühl zu vermitteln.

Im Jahr 2023 bereiste Axel Grote zusammen mit seiner Tochter Brasilien und sammelte Eindrücke von Rio de Janeiro, „einer der schönsten und zugleich gefährlichsten Städte der Welt“. Das Programm begleitete den Zuhörer, der zugleich auch von den vielen Bildern beeindruckt war, durch die verschiedenen Viertel der Stadt. Nathalie Hoyer zitierte Stefan Zweigs „Land der Zukunft“ (1940) aber auch Geovani Martins Erzählband „Sol“, in dem die Härte des Lebens auf der Straße geschildert wird.

Die Zuhörer waren begeistert von der pulsierenden Musik des Samba, Bossa Nova und Chorus. Man konnte die Stadt fühlen, die Naturlandschaft der Stadt, aber auch das Meer in all seinen Formen und Farben. Bei „Tico tico“ (Z. de Abreu) übertrug sich die Musik auf die sich im Takt bewegenden Körper, so dass Nathalie Hoyer zum Tanzen einlud.

Die Escadaria Selarón, eine Treppe, die zum Künstlerviertel Santa Teresa führt, war das Lebenswerk des chilenischen Künstlers Selarón, der 2.000 rote, blaue und gelbe Kacheln verbaute. Die Treppe verbindet das Stadtzentrum Lapa mit Santa Teresa und ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten von Rio de Janeiro.

Der ersten portugiesischen Entdecker hielten die Bucht von Rio de Janeiro irrtümlicherweise für einen Fluss und gaben ihr den Namen ihrer Sichtung, nämlich den 1. Januar 1502 („Januar Fluss“)

Als um 21.45 Uhr – nach der verdienten Zugabe – die Veranstaltung sich den Ende zuneigte, tanzten viele zum Rhythmus der Musik. Ein Abend, der uns musikalisch und bildlich Rio de Janeiro näher brachte.

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