Unwetterszenario: Katastrophenschützer und Feuerwehren aus dem Kreis übten - Positives Fazit
Es war ein ausgeprägtes Tief mit einer schnellen Kaltfront aus Frankreich, das am Samstagvormittag über das Saarland nach Rheinland-Pfalz zog. Nachmittags klang das Unwetter ab, einige Gewitter waren als Nachzügler noch bis 20 Uhr möglich. Eine seltsame Meldung, beim Blick auf das schöne sommerliche Wetter, das an diesem Tag tatsächlich draußen herrschte. Die Auflösung: Das beschriebene Szenario war die Basis für den Landesübungstag im Katastrophenschutz, der ganz Rheinland-Pfalz betraf und an dem sich auch der Landkreis Mainz-Bingen beteiligte.
Auch für den Sonntag sagte das Szenario noch eine neue Regenfront voraus, mit Starkregen von lokal 60 bis 100 Millimetern in sechs Stunden, Sturmböen bis zu 120 Stundenkilometern und lokal kräftigen Gewittern mit erhöhtem Blitzaufkommen. Darauf bereiteten sich die Wehren in sechs Kommunen vor, die vor Ort an ihren lokalen Übungsszenarien arbeiteten: in den Städten Bingen und Ingelheim sowie in den Verbandsgemeinden Sprendlingen-Gensingen, Gau-Algesheim, Nieder-Olm und Rhein-Selz.
Im Katastrophenschutzzentrum des Landkreises liefen die Fäden bei der technischen Einsatzleitung (TEL) zusammen, die neben den TEL-Mitgliedern noch besetzt war mit der Fachberatung THW, der Fachberatung Gesundheit und dem Kreisverbindungskommando der Bundeswehr. „Insgesamt sind wir mit dem Verlauf der Übung sehr zufrieden“, sagte der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) Yannick Georges. „Die Kommunikationsstrukturen funktionieren, erkannte Schwachstellen werden nun sukzessive abgestellt.“
Wichtiges Fazit für den BKI in der Zusammenarbeit mit den Wehren vor Ort: Der Lageabgleich mit den Gemeinden hat funktioniert und die Lagemeldungen konnten an das Landesamt übersendet werden. Auf dieser Basis konnten dann Anforderungen, etwa an überregionaler Hilfe, formuliert werden. Zudem sind kurzfristige, mittelfristige und langfristige Planungsziele sowie Vorausplanungen für die nächsten 24 bis 48 Stunden formuliert worden.
Die Ziele wurden erreicht, die Zusammenarbeit zwischen den Einheiten und Organisationen - von der Kommune über den Landkreis zum Land – gestärkt. „Solche Übungen sind für das Zusammenspiel enorm wichtig. Es hat sich gezeigt, das wir gut aufgestellt sind – vielen Dank an alle Einsatzkräfte, die mitgeübt haben“, zog auch Landrat Thomas Barth ein positives Fazit. Der Landrat beobachtete die Übung gemeinsam mit Mitgliedern des Verwaltungsstabes und des Infotelefon des Landkreises. Zudem war Oberst Michael Trautermann vom Landeskommando Rheinland-Pfalz der Bundeswehr zu Gast.
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