Sommerfest-Spenden fördern Bildung und Teilhabe
Die Regionalinitiative Rhein-Nahe-Hunsrück hat den Erlös ihres traditionellen „Sommerfestes der Wirtschaft im Milden Westen“ übergeben: Spenden im Gesamtwert von 18.000 Euro gehen zu gleichen Teilen an sechs Förderschulen in der Region, um Projekte für Bildung und gesellschaftliche Teilhabe zu unterstützen.
Jedes Jahr spenden die Gäste des Sommerfestes durch den Kauf von Charity-Bändchen Tausende von Euro für den guten Zweck. Dieses Jahr – im Jahr des 30. Geburtstags – hat der Vorstand der Regionalinitiative die Spendensumme sogar verdoppelt. 2026 kommt die Unterstützung gezielt Einrichtungen zugute, die Kinder und Jugendliche mit ganz unterschiedlichen sonderpädagogischen Schwerpunkten betreuen.
Zu den Begünstigten gehört die Don-Bosco-Schule in Bad Kreuznach, eine Einrichtung mit dem Schwerpunkt ganzheitliche Entwicklung. Schulleiter Julian Haas-von der Weiden berichtete bei der Übergabe, dass sich die Schülerzahl in den vergangenen zehn Jahren verdreifacht habe und die Schule dadurch zunehmend an ihre räumlichen Grenzen stoße. Sie teilt sich Räumlichkeiten mit der benachbarten Ellerbachschule, einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen, die ebenfalls ihre Kapazitätsgrenzen längst überschritten hat. Deren Schulleiter Roman Haag betonte, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen sei, um den Jugendlichen Praktika und damit Perspektiven für die Zukunft zu eröffnen. Hier wird das Geld in die Errichtung von Klettergerüsten und Spielmaterial für das Außengelände investiert.
Wie dringend die Zuwendungen benötigt werden, verdeutlichte auch Stefanie Luther, Rektorin der Gräfin-Loretta-Schule in Birkenfeld. Da Förderschulen oft nur eine geringe Lobby hätten, wolle man das Geld nutzen, um den Schülerinnen und Schülern Angebote wie Ausflüge zu ermöglichen, die von den Eltern häufig nicht finanziert werden können.
Konkrete Pläne gibt es ebenso an der Nahetalschule in Idar-Oberstein: Der stellvertretende Schulleiter Sven Jung sieht die Mittel vor allem in der Anschaffung neuer Lehrmaterialien und in Zuschüssen zu Klassenfahrten gut angelegt. Für die Landskronschule in Oppenheim, die die drei Förderschwerpunkte ganzheitliche Entwicklung, Lernen und Sprache vereint, nahm Lena Reiter die Spende entgegen, die ebenfalls direkt in die Ausstattung der Lernräume fließen wird. Die sechste unterstützte Einrichtung ist die Rhein-Nahe-Schule in Bingen unter Leitung von Nina Ohlinger, die mit dem Erlös unter anderem das praxisorientierte Förderprogramm „GemüseAckerdemie“ fortführen möchte.
„Unser Ziel ist es, mit den Spenden denjenigen zu helfen, die anderen helfen“, erklärte der Vorsitzende der Regionalinitiative, Stefan Langenfeld. Das Thema Bildung und Teilhabe habe den Mitgliedern in diesem Jahr besonders am Herzen gelegen, und es sei immer wieder eine Bereicherung zu sehen, wie wirkungsvoll das Geld vor Ort eingesetzt werde.
Ausblick: Wirtschaftstag am 27. November Die nächste Großveranstaltung der Regionalinitiative steht bereits fest: Am Freitag, den 27. November, findet der traditionelle Wirtschaftstag in der kING Ingelheim statt. Als Ehrengast wird in diesem Jahr der ehemalige Ski-Profi Felix Neureuther erwartet.
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