Eine Reise durch die
Einkaufsstadt Ingelheim...
...mit Geschichte
Während die seit 1939 vereinigte Stadt Ingelheim
noch immer bemüht ist, sich ein eigenes modernes
Zentrum zu schaffen, besitzt Ober-Ingelheim schon
seit seinen Anfängen im Mittelalter ein solches
Zentrum: Es ist der „Markt“. Er liegt
in der Mitte des von den spätmittelalterlichen
Wehrmauern umschlossenen Ortsgebietes zwischen der
Burgkirche am Mainzer Berg und der Selz im Tal.
Die mittelalterliche Hauptstraße Ober-Ingelheims
bestand aus der Stiegelgasse (in der man heute das
traditionsreiche Weingut Eppert
findet) und der Rinderbachstraße. Beim heutigen
Markt fand der Wochenmarkt statt, und ringsherum siedelten
sich Handwerker und Geschäfte an. Auch ein Wirtshaus
und einen Gasthof gab es hier, wo Goethe bei der Durchreise
zur Belagerung von Mainz 1793 übernachtet haben
soll.
So wurde der Markt das Zentrum des öffentlichen
und geschäftlichen Lebens. Heute findet man dort
z. B. Zeitschriften & Tabak
Schenkel, die leckere Bäckerei
Ehrhard, die wirklich gute Fleischerei
Martin und den Ingelheimer Obst-
und Gemüse Shop mit seinen täglich
frischen Waren.
Vom bescheidenen Wohlstand des 18. Jahrhunderts zeugen
noch barocke Häuser „An der Burgkirche".
Bauernhöfe standen an den Straßen zur Selz
hinab, in der Hammergasse und der Alte Gasse, in der
sich Elektro Blitzblume
mit seiner kompetenten Leistung befindet. Der Adel
hatte früher seine Höfe vor allem in der
Stiegel- und Edelgasse gebaut.
Um 1876 wurde die Bahnhofstraße angelegt, die
die Orte des Selztals mit dem neuen Bahnhof Ingelheim
verband und die seitdem statt der Rinderbachstraße
den Hauptverkehr in Richtung Rhein aufnimmt.
Für sie musste ein Durchbruch durch die noch
vorhandene Wehrmauer geschaffen werden. Bis zur Mühlstraße
an dem Tortenstück-Parkhaus oberhalb des Kreisels
gehörte sie zur ehemaligen Gemarkung von Ober-Ingelheim.
Sie wurde schnell zu einer viel befahrenen und begangenen
Straße, in der von Ober-Ingelheim her Gewerbebetriebe
und Handwerker ihren Standort fanden. Heute nutzen
allerlei Geschäfte die gute Lage, wie Kapito
- der Fachmarkt für Lernsoftware, Vera's
Tintenshop, Rosmarie Lehn
mit Ihrer Fußpflege für die Seele, Mira's
Antik- und Trödelstube, Trend-Friseur
Lockenschmiede, Heizung
- Gas - Wasser Ronald May
auf der Bahnhofstraße 89.
Im weiteren Verlauf nach unten galt die Bahnhofstraße
als bevorzugte Wohnlage für repräsentative
Villen, z. B. die mit reichen Verzierungen geschmückte
Gründerzeit-Villa Bahnhofstraße 98 an der
Ecke zur Breitbachstraße, 1893 erbaut, oder
die Villa Schneider, Bahnhofstr. 58. An ihr findet
man auch das Möbelhaus SCHWAAB mit seinem reichhaltigen
Angebot.
In den letzten Jahren hat sich die Stadtverwaltung
erfolgreich darum bemüht, die Attraktivität
des Ober-Ingelheimer Marktplatzes wieder zu verbessern.